Jod und Schilddrüsen Erkrankung

Bis heute wird diskutiert und behauptet, dass Jodmangel zu Schilddrüsen Erkrankungen führt. Das ist theoretisch wahr, aber heute ist es unwahrscheinlich einen ernährungsbedingten Jodmangel zu haben. Das Problem heute ist eher ein Jod-Überschuss in der Nahrung. Die Schilddrüse nimmt sich selektiv Jod aus dem Blut um das Schilddrüsenhormon Thyroxin zu bilden. Damit die Schilddrüse gut arbeiten kann, sollten wir möglichst kein künstliches Jod zu uns nehmen.

Wieviel Jod wir überhaupt vertragen ist sehr individuell. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die tägliche Zufuhr von 180 bis 200 Mikrogramm Jod pro Tag für Erwachsene.

Wo ist künstliches Jod enthalten?

  • Jodsalz enthält 20 Gramm Jod pro 1 Kilo Salz. Seit 1993 braucht Jodsalz nicht mehr gekennzeichnet werden.
  • Fertigprodukte: Schon in einem Fast Food Essen können 4.500 Mikrogramm enthalten sein.
  • Brot vom Bäcker und aus dem Supermarkt hält 400 bis zu 5.000 Mikrogramm pro Kilo Brot
  • Ei, da das Futter jodiert wird (64 Mikrogramm pro Ei) Unterschied im Jodgehalt 1988 zu 2002: 14fach
  • Fleisch, insbesondere Wurst enthält jodiertes Nitratpökelsalz. Die Tiere werden mit jodiertem Viehfutter gefüttert.
  • Milchprodukte (jodiertes Futter und jodhaltige Desinfektionsmittel in der Molkerei und für das Euter) Unterschied im Jodgehalt 1988 zu 2002: 4fach
  • jodhaltiges Röntgenkontrastmittel
  • Jod aus natürlichen Quellen wie Algen und Seefisch ist wesentlich besser zu verstoffwechseln, da dort auch die anderen Mineralien vorhanden sind.
    Darum empfehle ich Mineralien immer in ihrer natürlichen Form aufzunehmen und nicht in isolierter Form. Mineralien und Spurenelemente beeinflussen sich gegenseitig. Von einem zu viel bedeutet oft ein Mangel von einem anderen.

    Was ist zu tun?

  • Verzichten Sie auf künstliches Jod, d.h. kein Jodsalz und oben genannte Lebensmittel
  • Essen Sie Fast Food selten bis gar nicht.
  • Meiden Sie nitrathaltiges Wasser, insbesondere Leitungswasser. Benutzen Sie einen Filter. Auch Mineralwasser kann bis zu 500 Mikrogramm pro Liter enthalten
  • Keine Jodhaltigen Tabletten, auch nicht in der Schwangerschaft
  • Essen Sie viele Lebensmittel aus ökologischem Anbau, weil

    Negative Folgen von Jod können durch eine homöopathische Behandlung ausgeglichen werden.
    Schilddrüsenerkrankungen, Jodallergien oder Jodüberempfindlichkeit sind gut homöopathisch behandelbar.

    Informationen finden Sie auch unter www.jodkrank.de

    Mehr Informationen in meinem VHS Vortrag:
    Homöopathie bei Schilddrüsenerkrankungen:
    VHS Charlottenburg-Wilmersdorf